Ein echter Frühling, wie er früher einmal war

geschrieben von artur nietsch 20. April 2018
Ein echter Frühling, wie er früher einmal war

Ein winziges Insekt schwirrt umher, es ist alleine, nein, da ist noch ein zweites Tierchen seiner Art. Viel Freude haben die Beiden nicht, denn es gibt keine Zufluchtsorte und Nistmöglichkeiten mehr, alles vergiftet.

Es wird wohl dabei bleiben, nur noch wenige Tage zu leben und dann ist es geschafft! Der Mensch hat es geschafft! Er hat die Tiere, Pflanzen und die unendlichen Populationen der Insekten derart manipuliert und dezimiert, zerstört, verschleppt und ermordet, vergiftet und entsorgt, dass es eben nur noch diese beiden kleinen Biester gibt.

Da stellt er sich die Frage; wie um Himmelswillen kann es sein, dass gerade mich eine Mücke gebissen hat?

Kopfschüttelnd schlägt er um sich, der eine, unbelehrbare Mensch und trift die mit Blut und Nanopartikeln prall gefüllte Mücke auf seinem Unterarm. Patsch! Damit ist es wohl endlich geschafft, so meint er, als dann doch die übrige, letzte Mücke in seinen Mund fliegt, er sich vor Aufregung verschluckt und selbst zum Opfer seines unendlichen Hasses gegen die Schöpfung wird, gegen sich selbst.

Eine bessere Einleitung kann ich mir kaum vorstellen, ein wenig zynisch, irgendwie ehrlich und durchaus realistisch, übertragbar auf die heutige Zeit? Die Antwort kann sich jeder selbst geben.

Da lacht die eine vermeintlich letzte Mücke, die sich gerade so der Situation entziehen, entfliegen konnte. Geschafft, summt sie stolz vor sich hin, was für ein Idiot, murmelt sie im Taumelflug in Richtung Sonnenuntergang.

Unser Lebensraum

Aus weltlicher Sicht, ist der Lebensraum begrenzt und dadurch besonders erhaltenswert. Der Planet, den wir Erde nennen, beherbergt nicht nur die Spezies Mensch, sondern auch unzählige Pflanzenarten, Tiergattungen und eben Milliarden und Abermilliarden von Insekten. Sämtliche Lebewesen gedeihen und vergehen in Symbiose und wenn doch eine Störung, wie z.B. der Mensch auftaucht, dann wird der Lebensraum knapper, aber dadurch weniger wertvoll und schützenswert?

Ich verstehe nicht, wie eine derartige Disharmonie entstehen konnte, wie konnte der Mensch sich selbst dazu ermächtigen, der Natur Herrscher zu sein, ein kleines schwarzes Buch mag doch nicht wirklich dazu beigetragen haben oder doch? Lassen wir lieber mal das Thema… hier geht es um etwas essenziell Bedeutenderes.

Mit meinem jetzigen irdischen Dasein kann ich rund 4 Jahrzehnte zurückblicken und sehe ihn noch, den Frühling meiner Kindheit, der Jugend und spätestens jetzt erkenne ich nur noch einen stillen Nachklang, ich sehe eine zurückgedrängte Natur und keine Natürlichkeit mehr. Die Harmonie des Planeten, den wir höhnisch Mutter nennen ist nicht mehr gegeben, sie ist vergangen, aber das soll uns, die wir anders denken nicht weiter stören.

Die Zeiten der Stille währten nicht lang

Laut brüllend summt sich also die Mücke, von den letzten Sonnenstrahlen begleitet, zum nächsten Tümpel und kann es vor Lachen nicht aushalten, als sie sieht, dass neues Leben erwacht ist, einfach so. Es hat wieder begonnen, nur jetzt mit einem alten, neuen Ziel. Welch ein Paradies, so denkt sie sich und lässt sich auf einem mit Glasperlen bedeckten Schilfblatt nieder.

Der Frühling und das junge Leben

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.

Ein Zitat von Bertolt Brecht, deutscher Dramatiker, Librettist und Lyriker, 10.02.1898 bis 14.08.1956

Beginnend mit diesem Zitat von Eugen Berthold Friedrich Brecht und den wahren Worten, die darin auf den Punkt gebracht wurden, kommt es zum Erwachen des Frühlings.

Mal angenommen, es ginge so einfach und die kleine Mücke, das neue Leben und der Mensch, der dieses Mal als Freund der Natur auf dem Planeten wandelt, würden im Einklang zueinander und miteinander neu entstehen, alles würde sich prächtig entwickeln. Er hätte verstanden, dass ohne den Einen, es den Anderen nicht gäbe. Dieses Licht würde der Mensch von Beginn an in sich tragen, praktisch als unauslöschbaren Urgedanken. Man stelle sich nur einmal vor, dass alles im Einklang ist und der Frühling erwacht tatsächlich zur alten, neuen Pracht.

Und weiter stelle man sich vor, dass die stinkende und für die reale Exitenz des Menschen nicht benötigte Industrie, die aus Berufs-Wort-Verneblern bestehende Politik und all diejenigen Kreaturen, die der Natur und dem Leben, in der Vorgeschichte nicht wohlgesonnenen waren, vom Planeten Erde getilt worden sind.

Konventionelle „Landwirte“ nennen wir in dieser schönen neuen Zeit des Erwachens Permabauern und Unkräuter“ werden zu bedeutenden Beikräutern, die durchaus dienlich sind und Heil versprechen. In dieser neuen „Welt“ gibt es auch keine systematische „Plan-Bildung“ (Schule), in dieser neuen, in Pracht erblühten Welt, spüren es die Menschen, sie wissen es, da der Urgedanke, der Urfunke in ihnen glüht und in der Vielfältigkeit der Entzückung über die Schöpfung in traumhaften Gebilden zum Leben erwacht. Inmitten dieser Vielfalt sitzt die Mücke und man stelle sich vor, dass auch eine Mücke, mag sie noch so ein Biest sein, einen Nutzen haben könnte, auch für den Menschen.

Zurück in´s Jetzt und die beklemmende Wirklichkeit

Wieso eigentlich müssen wir wieder zurück in diese Wirklichkeit, eine Welt, die geprägt von Industriellen und Politidiotes nur so vor schlechtem Karma mieft. Hinzu kommen die Glaubensverdreher und deren Verdummbeutelung und von den Kriegstreibern sprechen wir erst gar nicht.

Nun, was haben diese Gruppierungen mit dem echten Frühling zu tun, fragst Du Dich?

Du stellst die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt, die ich gerne näher zu erläutern versuche; gerade diese „Herr“schaften verantworten unter anderem das Nichterblühen des Frühlings, die Stille. Gefolgt von vielen Mitstreitern, wie den konventionellen Landwirten, die unbedacht z.B. über allgemein anerkannte und tolerierte Landwirtschaftsformen das Unkraut mit „Pflanzenschutzmitteln“ bekämpfen und „Schädlingen“ mit Gift an den Kragen möchten.

Es sind schlicht die Kompagnons der Herrschaften, die nicht zu verstehen versuchen, dass das Aufkommen von Kräutern inmitten einer monokulturellen Aussaat nützlich sein könnte, es sind diejenigen, die nicht begreifen, dass Schädlinge in einem ausgeglichenen und natürlichen Zusammenspiel erst gar nicht die Oberhand übernehmen müssen. Es ist so, dass gerade dieses Aufkommen, welches es scheinbar mit den schlimmsten Mitteln zu bekämpfen gilt, erst aufzeigt, dass wir uns gesellschaftlich auf einem Irrweg befinden. Anstatt das Leben im getreuen Glauben an die Saatgut- und Herbizidhersteller zu vernichten, sollte es doch möglich sein, den noch stillen Klängen der Natur nachzulauschen, zu erkennen, zu verstehen und sich von den Biotechnologien sofort abzuwenden.

Nur eine Welt wie diese hier beherbergt auf der einen Seite den Wahnsinn und der anderen Seite, den Mut zur Umkehr. So sage ich Euch, lasst uns in die Hände spucken und wieder einen Ort der Klänge schaffen, einen Ort, den wir wieder spüren und schmecken möchten. Einen Ort, den wir voller Stolz und großer Achtung unseren Kinden gerne zeigen.

Sollte es keiner bemerkt haben, dann sage ich es nochmal frei heraus; es findet bereits ein massenhaftes Insekten und Vogelsterben statt. Die natürlichen Lebensräume werden zerstört und die Nahrungsgrundlagen fehlen zunehmend. In Folge wird der Mensch gehen, denn auch er kann nicht von Toxinen leben und will es in seinem Inneren auch nicht.

Der beste Indikator für diesen Verlauf ist meist die eigene Gesundheit. Ein Mensch, der ein wenig die Augen geöffnet hält, der hat dem schändlichen Geschehen seine Aufmerksamkeit bereits geschenkt. Er, der erwachende Mensch bemerkt, dass es keine gesunden Lebensmittel in Supermärkten zu kaufen gibt und was die Entwicklung der industrialisierten Landwirtschaft betrifft, da nimmt er eine kritische Position ein und klärt bei jeder Gelegenheit darüber auf, dass wir dem Stillen Frühling auf diese verderbliche Art und Weise nicht entgehen werden.

Die gesundheitlichen Schäden an Menschen sowie das rasante Artensterben in der Pflanzen- und Tierwelt schreien nach einem Umdenken. Es ist schon fast unmöglich, diesem Ruf der Freiheit zu entgehen. Die Natur hat was zu sagen, hören wir endlich hin, damit der Frühling von früher kein Traum bleibt, sondern wieder Realität werden kann.

Vielfalt des Lebens in den Garten locken

Unsere Gärten müssen nicht das Drehkreuz von Mückenschwärmen werden. Auch die Pflanzen können am rechten Ort ihren Platz finden. Was sich aber ändern muss, ist der sorglose Einsatz von Gift im Garten und das Abholzen substanzvoller Bäume sollte ein Ende finden.

Gegenwärtig ist es ehrenhaft, der Natur Diener zu sein und das Ziel zu vefolgen, den Insekten als auch der Pflanzenvielfalt einen Platz zur Entfaltung zu geben. Neben Obstbäumen sind hilfreiche Pflanzen mit offenen Blüten, die Insekten von Frühjahr bis Herbst anlocken, bevorzugt zu fördern, denn dann fließt der Nektar für die kleinen Nützlinge, die wiederum Pollen von Blüte zu Blüte verteilen und das Leben mehren.

Und schon bald, wenn man einige Nisthilfen angelegt hat, folgen auch die vielen zwitschernden Vögel nach, die sich darüber freuen, wenn der Schöpfer dieses schönen Gartens auch an eine flache Wassertränke und die kleine Sandfläche zur Gefiederpflege gedacht hat. Damit aber die Insekten von den Vögeln nicht im Übermaß gefressen werden, brauchen auch diese Nisthilfen. Bestenfalls errichtet der kluge Gartenfreund ein Insektenhotel mit vielen kleinen Spalten und für das Einfinden von Wildbienen und Hummeln, einen gesonderten Rückzugsort. Für Wildbienen ist es sinnvoll, kleine Löcher in Lehmwände oder Gehölze zu bohren und für die Hummeln ein weiches Hummel-Himmel-Nest aus Kapok. Wie das geht, sollte ich wohl in einem anderen Artikel ausführen.

Finden sich noch Stellen im Garten, wo einige Natursteine lose aufgestapelt liegen dürfen oder für trockenes geschichtetes Gehölz, dann sind die ersten Maßnahmen für den neuen, klingenden Frühling, wie er früher einmal war, getroffen worden. Ach, vergess nicht einen kleinen Tümpel für Frösche und Dir wohlgesonnene Mücken anzulegen. Denk an die Schöpfung und vergesse bitte nicht, woher wir alle stammen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Gelingen.

Bildrechte der Urherber stärken

Verantwortung und Dankbarkeit

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