Konzernmacht tastet Göttlichkeit an

geschrieben von artur nietsch 17. April 2018
Konzernmacht tastet Göttlichkeit an

Die Konzernmacht von Bayer und Monsanto, Dow und Dupont sowie Chem China und Syngenta übersteigt die Vorstellungskraft der Konsumenten und wenn sich ein rebellischer Gedanke einiger Kritiker löst, dann ist er meist von Zweifel und Ohnmacht begleitet und der Funke erlischt damit schon vor der eigentlichen Entfaltung. Nur wenige Menschen bleiben übrig, die entweder die Fäden enger spinnen oder jene auflösen zu versuchen. Ein ungleicher Kampf, wenn man sich die Mittel der Geo-Wirtschaftsindustrie anschaut, so denkt der gemeine Konsument.

Auf der anderen Seite führt ein langsames doch stetiges Erwachen, die Menschwerdung, zu immer mehr Erkenntnis und damit erwächst ein neues Kollektiv-Bewusstsein.

Götter der Chemie

Eine Aufklärungsschrift darüber, wie Konzerne ihre Macht ausweiten und zum Problem für den Menschen und den gesamten Planeten werden.

Das Thema ist aktueller denn je und muss jetzt auf den Tisch, auf viele Tische, denn die größten Agrar- und Chemiekonzerne verschmelzen in den aktuellen Mega-Fusionen und erlangen dadurch eine unvorstellbare Monopolstellung auf einem sehr sensiblen Gebiet. Damit nicht alles; die bäuerliche Zukunft ist ohnehin schon von der konventionellen Landwirtschaft stark gefährdet, wenn nicht schon in Deutschland abhanden gekommen. Nur noch wenige Resthöfe sind wirkliche Bauernhöfe der alten schönen Zeit. Aber auch die konventionell-ökologische Landwirtschaft und lokale Saatguthersteller werden mit den Folgen der Fusionen stark in der Existenz zurückgedrängt, wenn nicht jetzt ein Umdenken eines jeden einzelnen Menschen von statten geht.

Ich erwähne bewusst den einzelnen Menschen und nicht die Politik oder andere NGO´s, die eigentlich derartige Missartungen zu verhindern haben. Es ist die Pflicht eines jeden Politbeauftragten Schaden vom Volk abzuwenden, so das Wunschdenken vieler Wähler. Im Klartext ist es aber die Pflicht des Menschen, sein Handeln diesen offenkundigen Umständen anzupassen, dazu später mehr.

Kontrolle der Nachrung

Das mittelfristige Ziel, welches eigentlich ein kurzfristiges zu sein scheint und in greifbare Nähe der Multis gerückt „wird“, ist meiner Meinung nach die Kontrolle über die gesamte Nahrungsmittelproduktion, samt der Medikamentenversorgung, bei gesundheitlichen Herausforderungen, die durch den Verzehr jener Füllstoffe entstehen, die dem Konsumenten als Nahrungsmittel verkauft werden. Ein wirtschaftlicher, durch diverse Patente gesicherter perfider Kreislauf.

Deshalb informiere ich über die erschreckende Situation, die sich auf dem Fusionsmarkt abzeichnet und die zu erwartenden schwerwiegenden Einschnitte für den Konsumenten.

Die übliche Praxis, die bei Kritikern zum Vorschein kommt, ist die Forderung nach mehr Wettbewerbskontrolle und schärferen Bedingungen und Gesetze für fusionswillige Großkonzerne, die Begrenzung der Möglichkeiten und strikte Sanktionen bei Verstößen. Wie dies in der Praxis ausschaut, wissen wir ja und ob das Kartellamt überhaupt noch eine Rolle spielt, können wir uns auch denken.

Wie Vergangenheit und die Gegenwart es deutlich aufzeigen, lässt sich die Machtkonzentration von global auftretenden Konzernen über diese Kontrollmechanismen nicht eindämmen, geschweige denn aufhalten. Die Fusionen finden statt, ohne oder meist mit dem Einverständnis der Gremien. Auflagen auf gesetzlicher Ebene werden zum Vorteil derer gebogen, die einen Nutzen daraus ziehen. Bei diesem Flächenbrand sollte ein Gegenwind zu spüren sein, nichts, nicht einmal ein Lüftchen. Gesetze werden erlassen, gar keine Frage, doch wem nutzen diese? Dem Menschen sicher nicht. Je verschachtelter diese sind und undurchsichtiger, umso leichter lassen sich gewisse Interessen durchsetzen und der Verbraucher bleibt außen vor, der Mensch auf der Strecke.

Marktanpassung und Marktbereinigung

Fusionen ändern Märkte, Fusionen ändern die Wettbewerbsfähigkeit von Produzenten und Händlern, dies führt dazu, dass sich Fusionen auf das Kaufverhalten von Konsumenten auswirken, direkt auf unser Leben und damit auf die Gesundheit des Menschen insgesamt. Fusionen führen dazu, dass nichts mehr so bleibt, wie es einmal war.

Andere am Markt teilnehmende Landwirtschaftsunternehmen und besonders kleinere Bauernbetriebe erhalten eine Marktvorgabe, der sie entweder folgen oder durch diese einfach ausscheiden und am Spiel mit dem Korn nicht mehr teilnehmen können oder aus ethischen Gründen nicht mehr wollen.

Sollte die geplante Übernahme von Monsanto durch den Konzern Bayer AG tatsächlich erfolgen, dann wäre es ein Tiefpunkt der Marktwirtschaft und zugleich ein letztes Zeichen für das Umdenken, welches eintreten muss. Es wäre die größte Übernahme eines deutschen Konzerns im Ausland.

Der Agrarsektor wird durch die geplanten Fusionen gehörig aufgeräumt und ein Marktanteil von rund 60 bis 70 % entsteht. Weltweit wohlgemerkt! Unvorstellbare Größenordnungen. Dies bedeutet, dass sich die meisten Landwirte, die das Schattenspiel mitspielen, in den Fängen befinden und ich vermute, keinen wirklichen Ausweg kennen oder hoffnungslos verblendet sind und der Realität vollkommen entzogen wurden.

Habt Ihr liebe Bauern nicht gemerkt, dass Eure Güllewagen nicht mehr auf breite Landstraßen passen, seid Ihr nicht noch vor einigen Jahrzehnten auf Feldwegen unterwegs gewesen oder bedarf es jetzt einer dreispurigen Autobahn, um die Unmengen an Gülle auf überdüngten Flächen auszubringen?

Eigenartige Auswüchse hat das Wirtschaftsleiden der Landwirte erhalten, ja, es sind die Landwirte, die aus Protest und Verzweiflung Milch auf den Ackerflächen verteilen, Gurken und anderes Gemüse tonnenweise schreddern, da Supermärkte gefordert haben, diese in Folie einzuschweißen oder Gülle in parlamentarische Gebäude spritzen. Bis auf die Unterbringung der Gülle in den Verwaltungen halte ich aus menschlicher Sicht nicht viel von den Aktionen.

Wir „Konsumenten“, Menschen, sollten ihnen helfen, indem wir unsere Ausrichtung vom Massenkonsum abwenden, damit die Landwirte fühlen, für wen sie eigentlich da sind. Ein Landwirt, der wieder Bauer wird, der arbeitet nicht für die Treibstoff-, Biogas- oder Tierfutterindustrie, er schafft für sich, seine Familie und die Menschen, die in Dankbarkeit im Hofladen das Beste vom Hof einkaufen, tauschen und zugleich die eigene Gesundheit erhalten.

In Abhängigkeiten und Schuld leben

Bauern liebten ehemals die Natur, sie schätzten den Wandel der Jahreszeiten und wussten damit umzugehen. Heute wird es Landwirten nicht gestattet, eigenes Saatgut zu verwenden, wenn es nicht den Vorgaben dubioser Inverkehrbringer entspricht, es wird den Landwirten vorgegeben, wie diese zu funktionieren haben. Auch spielt die Begierde nach Wachstum und demnach die Finanzierung eine große Rolle bei der Bindung an Saatguthersteller, dem Arbeitgeber. Die Abhängigkeit wird zunehmend gefestigt und besonders durch genmanipulierte Pflanzen.

Die Situation in Deutschland ist noch lange nicht so tragisch wie in anderen Teilen der Welt. So z.B. sei der afrikanische Kontinent genannt, wo die Landwirtschaft immer mehr Saatgut einkaufen muss und damit einen beachtlichen Teil der eigenen Ausgaben steigert. Überschreitet der Einkauf des Saatguts einen gewissen Prozentsatz, dann haben schon geringe Preissteigerungen existenzielle Folgen, für die oftmals kleinen Familienbetriebe.

Geplant und durchgesetzt

Um auf den Fusionstrend wieder aufzugreifen: In den letzten Jahren hat die EU-Kommission mehr als 280 Fusionen durchgewinkt und nur in einer Hand voll Fällen gab es kosmetische Auflagen. Die Richtung der Konzerne ist klar auf Übernahme ausgerichtet und die Bundeskartellverwaltung spielt fast gar keine Rolle mehr, vor allem auch deshalb nicht, da aktuell nur knapp über 300 Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden.

So werden strategisch merkenswerte Konzerne bereits seit Jahrzehnten eingekauft, übernommen, infiltriert.

Welche Bedeutung eine Agrar-Chemiekonzernen-Fusion haben kann?

Die Antwort auf die Frage ist entgegen der Komplexizität der obigen Übernahmeverfahren sehr simpel und in wenigen Worten wiederzugeben: Die totale Abhängigkeit von Leib und Seele!

Nichtsdestotrotz lohnt es sich einige Worte über diese Fusionen und deren Bedeutung für uns Menschen zu verlieren, denn die unmittelbar betroffenen Lebensbereiche reichen neben dem Anbau von Nahrung durch Landwirte, über den Verkauf jener Füllmittel durch die Supermarktketten, über den Verzehr bis hin zu den gesundheitlichen Folgen, samt Rattenschwanz der anhängenden Pharmaindustrie und -diener.

Geschickt aber nicht perfekt

Die Ausbreitung findet auf die wichtigsten Geschäftszweige unseres Lebens statt und bedroht die Vielfalt unseres Seins. Da fragt sich doch jeder gesunde Menschenverstand, wie es dazu nur kommen konnte und wie wir aus der Nummer nun rauskommen?

Um auf den ersten Teil der Frage, wie es dazu gekommen ist, einzugehen, bedarf es etwas mehr Zeit und dies würde den Rahmen dieser Publikation einfach sprengen, da ich noch gerne auf die Wege der Umkehr eingehen möchte, die gar nicht so abwegig, doch für die Masse unerreichbar, ungangbar zu sein scheinen.

Doch alles halb so wild, es funktioniert! In erster Linie bedarf es der Wiedererlangung des eigenen freien Willens, der durch einen stetigen Bewusstseinswandel aus einem kleinen Keimling, bis ins Unermessliche heranwachsen kann und wird. Keine Sorge, diese Entwicklung ist natürlich gegeben. Die Sackgasse entpuppt sich sodann als Chance und neue Möglichkeiten eröffnen sich, ohne dass diese als Hindernis wahrgenommen werden.

Der personifizierte Mensch

wird durch die Menschwerdung zum wahrhaftigen Menschen mit Würde und einem freien Willen.

Dieser Prozess kann nur in einem selbst stattfinden und in der Erkenntnis, dass man sich nur Schritt für Schritt der Abhängigkeit entziehen muss. Einfach mal darüber nachdenken, ob alles so in Ordnung ist, wie es ist und was man bei sich verändern kann. Stichwort Fleisch und Milchkonsum.

Ich beende an dieser Stelle meine Ausführungen zu diesem Thema, in der Hoffnung, dass sich einige Gedanken bilden und sich neue Wege finden, die es uns ermöglichen, dieser unetischen Zwangs-Verbindung zu entgehen.

Bildrechte der Urherber stärken

Verantwortung und Dankbarkeit

Mach Dich besser vorher klug, wenn es um Pflanzenbestimmung, Ernährung, Gesundheit und andere Themen geht, die auf dieser Seite veröffentlicht werden. Der Verfasser drückt seine Ansichten aus, diese müssen nicht unbedingt richtig sein und stellen keine Handlungsanweisung dar. Sei Du selbst und für Dein Handeln verantwortlich. Lass nicht zu, dass andere für Dich denken, so wie andere nicht für Dein Handeln haften können.

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