Leichtsinniger Umgang mit Zucker und Isoglukose

geschrieben von artur nietsch 31. März 2018
Leichtsinniger Umgang mit Zucker und Isoglukose

Es ist mittlerweile nichts Neues, überall wird darüber berichtet, dass in fast jedem Nahrungsmittel Zucker zu finden ist, somit ist es offenkundig, dass Zucker als günstiges Füllmittel in sehr viele Industrieprodukte eingebracht wird. Was vielen Verbrauchern aber nicht klar ist; Zucker ist zwar ein schneller Energielieferant doch für den Organismus eine Art Gift, und wenn nicht Gift, dann zumindest ein Suchmittel sondergleichen.

Eine Ausnahme stellt der natürliche Zucker in der ausgewogenen, unverarbeiteten Form, im Beisein von Vital- und Nächstoffen, Vitaminen und Mineralien dar. Gegen diese Form von Süße ist nichts einzuwenden, doch kennt Ihr einen Menschen, der nur natürlichen Fruchtzucker zu sich nimmt, wirklich frei von Industriezucker lebt und vollkommen natürliche Zähne hat?

 Wie das Kalkül der Zuckerindustrie aufgeht

Supermärkte stellen einen Ort dar, wo diese Suchtmittel leicht und in einer Vielzahl und Variation zu erhalten sind, die unsere Vorstellungskraft übersteigt. Gäbe es eine Möglichkeit, den Zucker aus den Fertigprodukten zu separieren und auf einen Haufen zu schütten, dann ist davon auszugehen, dass so manch einem Zuckerjunkie die Augen in den Zuckerberg fallen würden. So witzig sich das bildlich ausmalen lässt, ist es aber nicht, denn Zucker stellt einen erheblichen Schaden im Körper an.

Wenn man sich den Durchschnittsverbrauch eines Konsumenten in Deutschland anschaut, dann kommen verschiedene statistische Auswertungen auf einen kaum zu glaubenden Wert. Ich formuliere noch etwas anders: Es ist kaum zu glauben, dass sich Menschen freiwillig jährlich über 40 kg reinen Zucker in den Hals werfen. Es ist deshalb kaum zu glauben, da Zucker unter unzähligen Variationen und mit diffusen Bezeichnungen auf den Markt und damit in den Ernährungskreislauf gebracht wird.

Fast alle industriell hergestellten Produkte sind oder werden gezuckert! Man beachte beim nächsten Einkauf die Zutatenlisten und nicht nur die von Softdrinks, die so und so für den menschlichen Verzehr nicht geignet sind, sondern auch beispielsweise vom simplen Joghurt, na Ketchup sowieso, Balsamico Essig, Krautsalat, Schinken und Käse. Wer auf Fertigpizzen oder andere Backwaren, samt der Vielzahl an Brotaufstrichen zurückgreift, der dürfte beim nächsten Einkauf etwas verblüfft aus der Wäsche schauen. Sei wachsam und mach Dir mal die Mühe und lese die Zutatenlisten der Produkte, die Du in den Einkaufskorb legen möchtest.

Eine interessante Frage in die Runde: Warum wird auch noch die Dosen-Ananas zusätzlich gesüßt und warum gibt es überhaupt Dosenananas oder Mandarinen in Dosen? Wer sich gefragt hat, wie z.B. bei Mandarinen die Pelle vom Fruchtfleisch verschwindet, der wird sich auch hier wundern, denn die Pelle wird schlicht und einfach mit Salzssäure weggeäzt. Guten Hunger!

Zucker und Zuckerersatzstoffe

Zucker ist ein exzellenter Süßstoff. Mit diesem kann hervorragend konserviert und das Entstehen von Schimmelpilzen verhindert werden, verderbliche Waren werden länger „genießbar“ gemacht. Unsere Ureltern wissen darüber sehr gut Bescheid, als noch zu Hause eingemacht worden ist. Die Industrie nutzt den Zucker in ähnlicher Form und des Weiteren als billiges Füllmittel und Geschmacksverstärker.

Damit die Kasse der Produzenten ordentlich klingelt und sich die Lagerfähigkeit der Produkte signifikant erhöht, wird oft mehr Zucker hinzugefügt wie benötigt, um damit andere Rohstoffe einzusparen. Die Geschmacksnerven werden tüchtig überlastet, aber wen stört´s.

Die Produktentwickler verwenden je nach Zielgruppe mehr oder weniger Zucker und zuckerähnliche Stoffe. Auffallend ist zum Beispiel, dass Produkte für Kinder besonders intensiv gezuckert werden, auch werden bei Kindeprodukten entsprechend minderwertige Zuckerarten verwendet.

Aus dem Leben gegriffen: Unterwegs im Supermarkt, dem Gurkenregal zugeneigt, nahm ich fast jedes Glas in die Hand und las das Etikett. Ich suchte nach Einmachgurken mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen, E´s und Zucker, Zuckerersatzstoffen und Säuren, die den Gurken eine schöne Farbe verleihen oder erhalten sollen. Gelernt habe ich bei dieser Expedition, dass eingelegten Gurken neben dem vielen Zucker auch Geschmacksverstärker (Gurkengeschmack) hinzugefügt werden. Komisch. Lange Rede kurzer Sinn! Entdeckt habe ich einen Hersteller, der so genannte „Kindergurken“ angeboten hat, na wenn diese nicht „ohne“ sind. Falsch gedacht! Es lohnt sich also die Etiketten zu lesen und dann auch den Mut zu haben, dieses oder jenes Produkt im Regal laut murmelnd, stehen zu lassen.

Halten wir fest; die Produktentwickler geben den „Nahrungsmitteln“ neben den bekannten Zutaten noch den einen oder besser den anderen Zucker in einer Variation und Menge hinzu, die gesundheitlich bedenklich ist.

Den Süßstoff gibt es in über 50 unterschiedlichen chemischen Zusammensetzungen und Namen. Ganz bekannt ist unter anderem Fruchtzucker, Ahornsirup, Saccharose, Glukose etc. Aber auch viele andere Zuckeraustauschstoffe integriert man gerne bei der Herstellung der Produkte, wie etwa Cyclamat, Aspartam (bitte Nachforschungen betreiben), Isoglucose und so weiter. Teilweise sind mehrere verschiedene Süßstoffe auf der Zutatenliste eines Produktes aufgelistet. Den gemeinen Verbraucher wundert es nicht und es kümmert ihn auch nicht, es steht meist der Geschmack im Vordergrund und günstig muss es sein.

Isoglukose – Billiger Zuckerersatzstoff

Ein Zuckersirup, der aus Mais, Getreide und Kartoffeln hergestellt wird und je nach Herstellungsland sind die Grundpflanzen sogar genetisch manipuliert. Isoglukose (auch Isoglucose) ist in vielen Hinsichten keine gute Alternative für den üblichen Zucker, der aus Zuckerrüben und Zuckerrohr hergestellt wird. Mindestens genauso ungesund und durch den manipulativen Charakter der Rohstoffe, ist dieser Zuckerersatz mit Argwohn zu betrachten.

Der eigentliche Grund für den Windwechsel ist nicht die Sorge um des Verbrauchers gesundheitlichen Zustand, viel mehr spielen die billigen Produktionskosten und bessere Verarbeitungs- und Lagerhaltungsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle. In der Regel besteht Isoglukose aus 55 Prozentanteilen Fructose und 45 Prozent Glukose. Das Verhältnis beim Haushaltszucker ist ausgeglichener.

Bedenkenswertes EU Zulassungsverfahren

Im Jahre 2017 wurde Isoglucose, auch Glucose-Fructose-Sirup (GFS) genannt, in der Europäischen Union zugelassen. Risikobefunde haben bei der Entscheidungsfindung der „Verantwortlichen“ kaum eine Rolle gespielt, denn ansonsten gäbe es auch keinen Wegfall der Begrenzungen, womit ein erhöhter Einsatz von Isoglucose erwartet, und ich mag sogar behaupten, bewusst in Kauf genommen wurde.

In der Zuckermarktordnung für Rübenzucker war der Markt zum Teil durch Produktionsquoten, Mindestverkaufspreise als auch Exportbeschränkungen reguliert, diese ist aber weggefallen und zugleich wurde die Quotenregelung für Isoglucose eingeführt. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Zuckerindustrie Tür und Tor geöffnet worden ist, die wiederum die Chance ergriffen hat, um den europäischen Markt mit Billigzucker zu überschwemmen. Im Klartext; Isoglucose darf von der Industrie von nun an in unbegrenzter Menge und mit nur minimal einschränkenden Regularien in der Konsumgüterherstellung eingesetzt werden. Wer sich ergänzend zu diesem Artikel informieren möchte, der mag die Seite von Foodwatch aufsuchen.

Der bereits bedenkliche Rübenzucker wird durch ein Süßstoff-Produkt ersetzt, welcher aus bis zu 90 Prozent genmanipulierter Maisstärke besteht. Noch billiger, noch effizienter und höchswahrscheinlich noch gesundheitsschädigender.

Die Entscheidungen der EU wirken sich unmittelbar auf den deutschen Markt aus und der Verbraucher bleibt meist uninformiert zurück. In einer Zeit, wo sich die Gesellschaft in Zuckerfreund und -feind teilt, freut es die Zuckerindustrie, da dieser Süßstoff im Vergleich zu den gewöhnlichen Zuckerersatzstoffen den Profit stark steigert und jene die Markteinbusen durch diesen tückischen Stoff aufwiegen kann.

Auswirkungen auf Körper und Geist

Aus ernährungspysiologischer Sicht sind Zuckerersatzstoffe ein Witz, diese schädigen die Zahnsubstanz, führen zu keiner Sättigung und beinflussen den Organismus negativ, machen zudem durch den karamellartig süßen Geschmack abhängig und besonders Kinder sind leicht zu verführen und an die Süße zu gewöhnen. Praktisch werden wir durch Ersatzsüßstoffe verführt, noch mehr davon zu essen als zuvor.

Ich gebe zu, dass auch ich früher dem weißen Gift erlegen war, doch die Zeiten gehören zum Glück der Vergangenheit an. Ich nehme industriell hergestellte Waren kritsch bis garnicht an. Zucker ist für mich, wie Salz auch, als suchtreibendes Mittel einzustufen und zudem bedenklich. Beim Salz greifen wir auf das natürliche und qualitative Himalayesalz zurück.

Selten schwappt aus dem Land der unendlichen Möglichkeiten etwas Gutes über den Atlantik nach Europa, Deutschland, so auch in diesem Fall, denn als in US-Amerika der Konsum von Glucose-Fructose-Sirup wegen gesundheitlicher Asppekte rückläufig war, wurde der Europäer als potenzieller Kunde ersucht. Ein neuer Markt ist entstanden, mit willigen und kaum kritischen und schon bald noch stärker in die Abhängigkeit getriebenen Konsumenten. Die Zukunft jener, die davon nicht ablassen, sich nicht regulieren könnnen, steht bereits geschrieben.

Egal, in welchem Ausmaß, eigentlich jeder von uns ist als Kind mit Zucker groß geworden. Doch es sieht wohl so aus, dass uns dieser Süßstoff in sämtlichen Lebensmitteln von morgens bis abends für den Rest des Lebens begleiten wird. Im Kontext der breiten Masse hierzulande machen sich die wenigsten über ihren Zuckerkonsum Gedanken, vor allem wenn die Werbung über die verschiedensten Kanäle von Ohrfunk bis Fernsehen die süßen und versüßten Speißen ordentlich schmackhaft macht. Ich nenne das zwar immer Irreführung, aber manche sehen darin die Erfüllung tiefer Sehnsüchte.

Gelegenheiten zum unbedachten Naschen bieten sich viele und vor allem dann, wenn der gezuckerte Kaffe zum Aufstehen als Wachmacher, ein Marmeladenbrot zum Frühstück, Süßspeise zur Hauptmahlzeit, Schokolade als Trost nach einer Enttäuschung, Pralinen beim Lernen und Gummibärchen als Zwischenmahlzeit in der Arbeit oder als Ergänzung beim Fernsehschauen zum unantastbaren Ritual werden. Wehe dem, der diesen Ritus aushöhlen möchte.

Da wundert es nicht, dass Zahn- und Zahnfleischprobleme mit den entsprechenden Behandlungen beim Zahnarzt für viele Menschen als normal gelten, wobei kaum einer bemerkt hat, dass die Bohrer der Zahnärzte mehr Zahnsubstanz fressen, wie Karies es je tun könnte.

Folgt auch ein Ehrenbesuch beim Hausarzt, dann werden andere Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Zucker stehen, wie etwa Diabetes, Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen, Entzündungen, Pilze, Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig nur als genetische oder stressbedingte Krankheiten definiert. Eine weitere Ursachenforschung erfolgt meist nicht, auch deshalb nicht, weil die meisten Ärzte sich mit Ernährungsfragen nicht auskennen oder selbst in einem deartigen Konflikt mit diesem Suchmittel stehen, dass diese durch ein Herrunterspielen der Tatsachen, die eigene Haut zu erretten versuchen. Selbst häufige Müdigkeit, ADHS, Konzentrationsschwierigkeiten, mangelnde Ausdauer, Depressionen und andere außerordentliche körperliche sowie seelische Zustände gehören dazu und werden gekonnt auf andere Einfüsse geschoben.

Garnichts ist besser wie Weniger

Immer mehr Menschen erwachen und das Gruppenbewusstsein wächst zusehends, mit dem Wunsch, der vielen Zivilisationskrankheiten durch Pauschalisierung nicht mehr zugeordnet zu werden und sich vor allem derer nicht mehr zu ergeben. Unwohlsein und Fettleibigkeit gehören bei den Menschen, die den Umgang mit Zucker unter Kontrolle haben, meist der Vergangenheit an. Diese Menschen erwachen und werden zu Analytikern und Spezialisten auf diesem Gebiet, weit gebildeter als jeder Hausarzt oder Ernährungsberater der alten Stunde. Es werden Erkundungen aufgestellt und Studien gelesen, Meinungen gebildet und Erfahrungen getauscht und am Ende stehen 99 + Jahr geschrieben. Glückwunsch heisst es dann und „wie machst Du das nur“, wird man des öfteren gefragt.

Auch wenn wir wohl den Zucker nicht gänzlich aus der Nahrung verbannen können, so ist es doch möglich, diesen zumindest zu reduzieren. Der Klassiker unter den Ratschlägen und immer noch unantastbar in der Praxis und Wirkung ist der Apfel bei der Arbeit, es dürfen auch zwei sein und wer den Apfel mit etwas grünem verbindet, der ist vom Grad der Gesundheitswirkung auf der sicheren Seite. Schokoriegel aus Molkepulvern und Zuckerguß gehören der Vergangenheit an. Die Bauchspeicheldrüse als kleines Organ mit großer Rolle wird es auch Dir Danken. Auch die ewig nervende Müdigkeit wird weniger. Zudem enthält Obst neben natürlichem Fruchtzucker noch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die direkt von den Dentilkanälchen der Zahnsubstanz für die Zahnschmelz-Remineralisierung verwendet werden.

Auf gezuckerte Geränke wie Softdrinks, auf die ich bereits oben eingegangen bin, gezuckerten Tee oder Kaffe verzichte ich. Obbwohl hin und wieder ein Tee in Pur sehr schmackhaft sein kann, ist für mich das einzig wahre Getränk reines Wasser, ohne Zucker, Geschmack und Farbe.

Echte Lebensmittel enthalten keinen künstlich eingebrachten Zucker. Produkte, die uns als Nahrung zum Kauf angeboten und die für den Konsum entworfen werden, betrachte ich immer kritischer und im Zweifel spare ich mir das Geld, über mich in Zückhaltung. Mein Ziel ist es die Aufnahme von Zucker schrittweise zu verringern und bestenfalls darauf zu verzichten, mich darin zu üben.

Um abschließend dauraf einzugehen, weshalb Zucker für mich ein Gift darstellt und weshalb ich überhaupt davon Abstand nehme. Es ist für mich erwiesen, so glaube ich zu wissen, dass Zucker die Leistungsfähigkeit meines Immunsystems hemmt und schwächt, dadurch überhaupt erst die Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen und gesundheitlich gefährdende Situationen entsteht. Außerdem fehlen dem Industriezucker sämtliche Vitalstoffe und damit ist es ein totbringendes Produkt.

Bildrechte der Urherber stärken

Verantwortung und Dankbarkeit

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