Oh Wunder, die Wurst hat ein Gesicht!

geschrieben von artur nietsch 29. April 2018
Oh Wunder, die Wurst hat ein Gesicht!

Die Grundlage für diesen spontanen Artikel ist ein Video, welches in einem brasilianischen Supermarkt aufgezeichnet wurde, um Konsumenten aufzuzeigen, wie frisch Wurstwaren angeboten werden können. Vor den Augen der Feinschmecker kommen kleine Schweinchen in die Wurst.

Es ist ein Streich und keinesfalls werden kleine Ferkel zu Wurstwaren gedreht, so was sind Ammenmärchen, wie man an der Reaktionen der Fertig“fleisch“- Liebhaber erkennt.

Bevor es im Text weitergeht, möchte ich entwarnen; sicher ist den kleinen Urwald-Schweinchen auch nach dem Dreh nichts passiert. Pflegen wir mal positive Gedanken, denn ansonsten stünde das Schicksal der schützenswerten Lebewesen schon fest.

Der Filmemacher zeigt genau am richtigen Ort und auf eine schockierende Art und Weise, wie konditioniert der Konsument doch ist.

Weiter zum Videobeitrag:
Brazilian Prank: Sausages (With Subtitles)

Wer das Video nicht anschauen möchte, der kann hier weiter lesen:

Aufklärung auf brasilianische Art

Die Situation schaut so aus, dass ein kleiner Stand im Supermarkt aufgebaut worden ist, wo „schmackhafte“ Wurstwaren angeboten werden. Auf einem Tisch ist ein Kasten aufgestellt, unter dem sich eine Frau versteckt hält, dies zur Info.

Beherzt greifen die meisten Besucher zu und einige bestellen ein, zwei Kilogramm frisch gemachte Hausmacherwurst. Als dem freundlichen Verkäufer die Wurst ausgeht und das Hackfleisch im Fleischwolf nicht für die bestellte Menge reicht, geht er nach Hinten und holt ein kleines süßes Ferkel, steckt das Schweinchen vor den Augen der Besucher in den Fleischwolf, der eine Attrappe ist und dreht frische Wurst daraus.

Natürlich nicht wirklich, sondern nur dafür, um aufzuzeigen, wie der Mensch fern ab von der Realität durch einen Supermarkt wandelt, dabei jede Verbindung zur Natur verloren haben.

Die unter dem Tisch versteckte Frau, nimmt das Ferkel vorsichtig entgegen und schiebt frische Wurst aus dem Automaten und zwar so, als wäre diese gerade erst entstanden. Plötzlich schauen die „Menschen“ mit großen Augen! Es stockt der Atem, das sich im Mund befindliche Stück „Probewurst“ bleibt fast im Halse stecken. Viele Würgen es heraus und lehnen diese Art der Frische ab, wundern sich, wie solch eine grässliche Art der Wurstherstellung überhaupt vor ihren Augen praktiziert werden kann.

„Du tötest das Schweinchen!“

Schreit die eine Frau im Video und der Verkäufer fragt:

„Gnädige Frau, möchten Sie nun eine Wurst oder nicht?“

Die Dame antwortet:

„Ich würde jede Wurst nehmen, aber ich möchte nicht diese hier!“

(Quelle: unbekannte Frau, „Brazilian Prank: Sausages“, Videobeitrag, ohne Datum)

Perfekt! Schachmatt, aber verstanden hat sie ihre eigenen Worte wohl nicht und noch weniger, dass das Fleisch aus Lebendigem gewonnen wird. Und ich vermute, dass sie sich beim Abendessen über die Verfrorenheit im Supermarkt beschwert hat. Ich könnte mir denken, dass so oder so ähnlich argumentiert wurde: „Wie könne ihr die Wirklichkeit so wirklichkeitsgetreu vor Augen geführt werden, unmöglich dieser Verkäufer“, urteilt sie.

In Kühltruhen gibt es kein Leben

Offensichtlich verstehen einige Menschen die grundlegendsten Zusammenhänge des Lebens nicht, denn Fleisch ist kein Produkt, welches nachts still und heimlich in Kühltruhen gelegt wird, damit man es am nächsten Morgen ohne Gewissensbisse herausnehmen darf.

Menschen haben verschiedene Herangehensweisen, die ich respektiere, doch aus der Sicht eines Pflanzen“fressers“ befinden sich in den Kühltruhen abgepackte Leichenteile. Wiederum der Fleisch“fresser“ sieht darin praktisch geformte Füllmittel, die er durchgebraten zu sich nehmen kann.

Wenn sich nicht der Blickwinkel des Einzelnen ändert und er nicht erkennt, dass er abgepackte Leichenteile isst, dann kann man noch so viel predigen, Fleisch bleibt Steak. Nun dann kann man auch nichts mehr machen, jeder darf seine eigenen Erfahrungen sammeln.

Anregungen dazu, kein Fleisch mehr zu essen

Wer über Jahrzehnte oder seit seiner „Geburt“ mit Fleisch als Produkt konfrontiert wurde und es seit dieser Zeit für selbstverständlich hält, der kann sich nicht vorstellen, wenn es mal auf dem Teller fehlt. Argumentiert wird dann meist damit, dass einem dann nichts mehr zu Essen bleibt. Interessant, aber es stimmt nicht.

Doch weshalb sollte kein Fleisch gegessen werden? Eine Interessante Frage, die ich mir früher selbst nicht gestellt habe, bis eine Erkenntnis zur anderen kam.

Ich führe hier keine Gräueltaten der Fleischindustrie auf, die wirklich ekelhaft sind, sondern einfache Erkenntnisse, zu denen jeder gesunde Menschenverstand gelangen kann, wenn er das geprägte Verhalten nur kurz hinterfragt.

  1. Tiere sind das Ergebnis eines göttlichen Schöpfungsprozesses.
  2. Tiere haben einen Geist und eine Seele.
  3. Tiere sind intelligente Lebewesen.
  4. Tiere entstammen einer Familie und gehören zu uns, nicht uns.
  5. Ich wünsche nicht, dass man mich oder meine Familie derart behandelt.
  6. Tiere kommunizieren miteinander.
  7. Tiere haben Gefühle und Ängste.
  8. Tiere haben eine Daseins“berechtigung“.
  9. Der Mensch ist von Natur aus kein Raubtier,
  10. er wurde zu einem gemacht!

Sterbe nicht, bevor du tot bist!

Anregungen dazu, Rohkost zu essen

Wir können nicht alles Leid in dieser Welt abschaffen, wir können es aber mindern, indem wir etwaiges Fehlverhalten begrenzen (darf man das so sagen?). Es ist einfach, alles schlecht zu machen, wenn man sich dazu keine wirklichen Gedanken gemacht hat. Ich unterhalte mich beispielhaft sehr gerne mit Vegetariern, Veganern, Rohköstlern oder Urköstlern. Ich lasse mich von positiven Gedanken inspirieren, auch an der Umsetzung hapert es nicht, denn meist ist alles logisch und wenn nicht, dann auf der Gefühlsebene zu erklären.

Weshalb das so ist? Diese Menschen gehen einen Weg, der meiner Ausrichtung ähnelt. Gleich und Gleich gesellt sich nun mal gern. Dieser Weg ist steinig und schwer (da ist er wieder der Vegetarier, Xavier Naidoo) und deshalb verstehe ich diese Menschen einfach besser und hoffe, dass auch Du lieber Leser nicht direkt abwinkst und etwas deiner Zeit in die Bewusstwerdung investierst. Lass Deine Gedanken kreisen und überlege, welche Kraft in einem Menschen stecken muss, wenn er nur lebendige Kost zu sich nimmt.  Der Mensch ist keine Maschine, auch wenn so manch einer ein Bioroboter ist. Der Mensch ist ganz klar ein lebendiges Selenwesen und hat einen Körper, der nun mal energetisch aufgeladen werden möchte.

Damit kommen wir zu den positiven Anregungen, um mehr Vitalstoffe zu sich zu nehmen.

  1. Pflanzen sind lebendige Energiebündel.
  2. Pflanzen nehmen kosmische Energie auf und
  3. geben diese an Deinem Körper wieder ab.
  4. Die Vielfalt der alternativen Lebensmittel wächst ins Unzählbare.
  5. Die meisten Pflanzen werden basisch verstoffwechselt und
  6. gleichen Mangelerscheinungen des Körpers aus.
  7. Rohköstliche Ernährung hält bei ausreichend Abwechslung nachhaltig gesund.
  8. Im Gegensatz zu Kadavern sind organische Stoffe besser verdaulich und
  9. bilden keine leichenzersetzenden Mikroorganismen (Fäulnisbakterien, Botolinum Toxin).
  10. Pflanzliche und unverarbeitete Lebensmittel halten Vitamine, Mineralien und andere wichtige Elemente in organisch aufbereiteter, natürlicher Form bereit.

Verzehren wir pflanzliche Nahrung, dann kann diese auch nach dem Pflücken weiterleben, teilweise auch weiter wachsen. Jede einzelne Zelle einer lebendigen Pflanze steht im Inneren, wie im Außen, in energetischer Verbindung. Bringen wir vitale grüne Lebensmittel in unseren Speiseplan unter, dann nehmen wir wertvolle Lebensenergie in unseren Körper auf, die darin wirkt.

„Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jeder Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.“ (Quelle: Wilhelm Busch, „Max und Moritz“, Bildergeschichte, ohne Datum)

Ironisch und zynisch ist diese Erkenntnis von Wilhelm Busch und bis in die heutige Zeit zu übertragen. Wir können das Leid in Freude und Liebe wandeln, mitfühlend sein, damit unser eigen Leid lindern, welches immer größer wird, wenn wir mit dem Morden nicht aufhören. Eine der vielfältigen Stärken des Menschen, ist Mitgefühl!

Wie lebt es sich als Vegetarier auf diesem Planeten?

In Anbetracht dessen, dass ich selbst zum Fleischkonsumenten hinein erzogen worden bin und immer Befürworter vom „gesunden“ Fleisch war, muss ich zugeben, dass mich der Blick in meine Vergangenheit etwas stutzig stimmt. Welchen Grund gab es, dass ich nur Fleisch in Gramm und Kosten bemessen habe? Ich fragte mich selten, ob das so in Ordnung sei, alle machen es, so auch ich und damit war es erlaubt, weil alle es machen.

Eine Art globaler Massen-Kannibalismus, wenn wir bedenken, dass wir alle aus DER einen Quelle stammen. Ich konnte nie verstehen, wie man komplett auf Fleisch verzichten kann, erkannte nicht die Notwendigkeit, es nicht tun zu dürfen, belächelte all diejenigen, die komplett aus der „Gruppe“ tanzten und auffallend im Salat stocherten.

Nun tanze ich auch aus der Reihe, bin verrückt und lebensglücklich. Nicht mehr dazu gehörend, am Massenmord nicht mehr direkt beteiligt. Vieles hat sich geändert, es ist ein Prozess, den ich jedem Fleischesser empfehlen kann. Für meinen Teil hat sich der Totenfraß erledigt, eine neue Realität hat Einzug gehalten, die ich nicht mehr missen möchte und öffentlich vertrete.

Fazit: Der Mensch hat die Wahl, er muss kein Leid verbreiten! Der Mensch… ja was ist der Mensch? Ein göttliches, geistig sittliches Wesen? Der Weg dorthin ist kein einfacher! Es ist aber einfach zu erkennen, dass Tiere kein Abfallprodukt unseres Konsums sein dürfen. Befasse Dich mit dem, was hier auf diesem Planeten geschieht, sag endlich nein! Hey wach auf und werde Mensch.

Oder abschließend in den Worten Wilhelm Busch´s:

„Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muss sie halt benutzen,
Denn jeder denkt „Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?“
Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst „Pfui Teufel!“ sagt
Zum Schinken aus Westfalen.“

(Quelle: Wilhelm Busch, „Schein und Sein“, Gedichte, 1909)

Danke für die Aufmerksamkeit und Deine Zeit.

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Verantwortung und Dankbarkeit

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